[Autoren Vortstellung] Lisbeth Jarosch & Ihr Buch Last Heaven

[Autoren Vortstellung] Lisbeth Jarosch & Ihr Buch Last Heaven

Juli 25, 2018 0 Von Janeskleineecke

Hey meine Lieben, heute habe ich mal eine Jung Autorin die ihr Debüt Roman “Last Heaven” im Piper Verlag herausgebrach hat. Wie ich aufmerksam auf sie geworden bin?! 

Tja wie auch bei den meisten Autoren über Facebook und ich kann euch eines sagen! Das Buch klingt so Mega gut, das es gleich bei mir einziehen musste. Aber nun komme ich mal zu dem weswegen wir hier sind. 


zu Ihrer Person

Die Bild rechte liege bei der Autorin Lisbeth Jarosch

Mein Name ist Lisbeth Jarosch, ich werde dieses Jahr 30 und bin gebürtige Nürnbergerin. In einer großen Familie mit vier Schwestern bin ich auf dem Land aufgewachsen. Momentan lebe ich jedoch in Cincinnati, Ohio. Dorthin wurde mein Mann vor knapp drei Jahren versetzt und ich bin mit ihm mitgezogen. Obwohl ich eigentlich Geowissenschaftlerin bin, hat mir der Umzug in die USA eine kleine berufliche Auszeit verschafft. Die habe ich nicht nur genutzt, um selbst eine Familie zu gründen, sondern auch, um endlich die Buchidee umzusetzen, die mir schon seit Jahren im Kopf herumgespukt hat. Meinen Debütroman konnte ich bei Piper Digital veröffentlichen, er ist als E-Book und Taschenbuch überall erhältlich. Ende dieses Jahres geht es für mich und meine Familie zurück in die fränkische Heimat.


eine Kleine Zusammenfassung zu Last Heaven

Bei dem Roman handelt es sich um eine Dystopie. Ich habe eine düstere Zukunft entworfen, in der sich das Leben einzig und allein um die Arbeit dreht und der Wert des Menschen nur noch an der Leistung, die er bringen kann, gemessen wird. Die achtzehnjährige Aida ist eigentlich zufrieden in der Leistungsgesellschaft, denn sie ist jung und gesund und fühlt sich gut versorgt. Aber als sie einen Arbeitsunfall erleidet, ändert sich das. Plötzlich muss sie beweisen, dass sie nicht nur ein „Systemschmarotzer“ ist, der allen auf der Tasche liegt.
Es ist eine Geschichte über Leistungsdruck und das Gefühl, nicht gut genug zu sein und den Anforderungen die, die Gesellschaft an einen stellt, nicht entsprechen zu können. Das macht die Welt von „Last Haven“ zu einem Szenario, das erschreckend realistisch und sehr aktuell ist.


der Klappentext

Ein dystopischer Roman voller Spannung und Gefühl – für die Fans von »Die Tribute von Panem«, »Maze Runner« und »Die Bestimmung«!
Nordamerika im Jahr 2335. Vor mehr als 200 Jahren wurde hier der Staat Last Haven als internationales Projekt zur Lösung der Überbevölkerung der Erde gegründet. Als einziger Ort auf der Welt bietet er Sicherheit und Lebensqualität – zumindest denjenigen, die ihren Beitrag zur Gesellschaft leisten. Doch was passiert, wenn man dazu nicht mehr in der Lage ist? Wie schnell es dazu kommen kann, erfährt die 18-jährige Aida am eigenen Leib, als sie sich bei einem Arbeitsunfall verletzt. Auf einmal steht sie selbst auf dem Prüfstand und muss ihren Wert unter Beweis stellen. Zum Glück gibt es da jemanden, der ihr bei ihrem Kampf um einen Platz in der Gesellschaft eng zur Seite steht. Denn Last Haven ist gnadenlos gegenüber allen, die dem Land auf der Tasche liegen…


eine Leseprobe zu Last Heaven

»Miss Green?«
Ich schrecke aus meinen Gedanken hoch und blicke auf. Zwei Männer in schwarzen Uniformen haben soeben das Foyer betreten und kommen direkt auf mich zu. Ich spanne unwillkürlich meine Muskeln an und nehme eine straffere Haltung ein. Sie sehen streng aus. Einer der beiden ist klein und kahl geschoren, außerdem hat er keine Augenbrauen. Mein Blick bleibt jedoch an dem größeren der beiden hängen. Er scheint noch sehr jung zu sein, bestimmt nicht älter als ich. Obwohl die Uniform ihn erwachsener wirken lässt. Ich fühle mich trotz des fehlenden Altersunterschieds sofort untergeben, wie ich so nervös und beklommen vor ihm sitze. Auf seiner Brust prangt das goldene Emblem von Last Haven, ein Anker, umgeben von einem Ring aus Stacheldraht.
»Sind Sie Miss Green?« Der Kahle hebt fragend die nicht vorhandenen Augenbrauen.
»Ja«, antworte ich zurückhaltend und versuche mich an einem Lächeln, das hoffentlich nicht so gezwungen aussieht, wie es sich anfühlt.
»Dann folgen Sie uns bitte!«
Langsam stehe ich auf. Die beiden Männer nehmen mich in ihre Mitte und eskortieren mich nach draußen. Sie halten mich nicht fest und lassen doch keinen Zweifel daran, dass es sinnlos wäre, ihrer Anweisung nicht Folge zu leisten. Aber das habe ich ohnehin nicht vor. Ich weiß ja, dass mir nichts passieren wird. Dennoch sind meine Hände schweißnass und in meinem Kopf hämmert es wie wild. Ich muss mich regelrecht dazu zwingen, einen Fuß vor den anderen zu setzen. Anstatt meinem inneren Impuls zu folgen, einfach auf dem Absatz kehrtzumachen und zurück in meine Wohneinheit zu flüchten.
Draußen wartet ein schwarzer Wagen mit abgedunkelten Scheiben auf uns. Der Kahle steigt vorne ein, der Junge bedeutet mir, auf die Rückbank zu klettern und setzt sich neben mich. Mir fallen seine schlanken Hände auf, als er seinen Gurt anlegt und mich auffordert, es ihm gleich zu tun. Solche Hände passen nicht zu jemandem, der bei den Wächtern arbeitet. Weshalb es gleich zwei von ihnen braucht, um mich zu meinem heutigen Termin zu begleiten, ist mir ein Rätsel. Als würde ich versuchen wollen abzuhauen. Als könnte ich es – wohin sollte ich denn?
Die Fahrt beginnt und ich sitze schweigend auf dem Rücksitz. Meine Hände liegen gefaltet im Schoß. Ich bin darauf bedacht, mich so unauffällig wie möglich zu verhalten, was zu funktionieren scheint. Die beiden Wächter tun so, als wäre ich gar nicht da. Wir verlassen das Firmengelände von Techraid. Kaum sind wir auf der Straße, schaltet der Kahle den Autopiloten des Wagens an, gibt eine Adresse ins System ein und lehnt sich zurück. Ich versuche, mich von meiner Nervosität abzulenken, indem ich aus dem Fenster schaue.
Wir bewegen uns in Richtung Landesinnere. Links und rechts der Straße ragen die hohen Mauern der Industriegebäude auf. Hallen, Kräne und Schlote, die im gerade einsetzenden Regen noch trister erscheinen als sonst. Regen. Der erste seit Wochen. Ich kann mir vorstellen, wie die Farmer gerade jubeln! Obwohl – es ist für uns alle ein Grund zu jubeln.
Schon bald sind wir so weit gefahren, dass ich mich nicht mehr auskenne. Kein Wunder, denn, wenn ich mich recht erinnere, habe ich erst einmal in meinem Leben Ring C verlassen. Das war an meinem achten Geburtstag, vor genau zehn Jahren, und mein Ziel ist heute das gleiche Ziel wie damals.


Sollte es euch bisher alle sehr neugierig gemacht haben und auch gefallen haben, verlinke ich euch noch Ihre Facebook Seite und Ihre Homepage